Welche Ausgaben können Sie absetzen?
Übersicht der Werbungskosten und Sonderausgaben, die bei der Steuererklärung berücksichtigt werden können.
Mehr erfahrenEin praktischer Überblick für Anfänger: Welche Schritte sind nötig, welche Formulare brauchst du, und welche häufigen Fehler solltest du vermeiden.
Deine erste Steuererklärung kann überwältigend wirken. Es gibt Formulare, Fristen und viele Regeln zu beachten. Aber hier’s die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung ist es deutlich einfacher als du denkst.
In diesem Leitfaden zeigen wir dir genau, wie du vorgehen solltest — von der Sammlung deiner Unterlagen bis zur Einreichung bei ELSTER. Wir konzentrieren uns auf die essentiellen Schritte, damit du dich nicht in Details verlierst.
Viele Menschen zahlen mehr Steuern als nötig, weil sie nicht wissen, welche Ausgaben sie absetzen können. Oder sie verpassen Fristen, weil ihnen unklar ist, wann genau ihre Erklärung fällig ist. Das möchten wir ändern.
So gehst du systematisch vor, ohne etwas zu vergessen.
Deine Lohnsteuerbescheinigung, Kontoauszüge, Rechnungen für Werbungskosten und Sonderausgaben. Lege alles chronologisch ab und nutze einen Ordner oder digitale Tools wie einen Scan-Service. Das erspart dir später viel Zeit beim Suchen.
Brauchst du die Anlage N für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit? Oder die Anlage S für Selbstständige? Die meisten Anfänger benötigen nur die Grundformulare. Das Finanzamt stellt Checklisten bereit, die dir helfen, die passenden Anlagen zu identifizieren.
Gehe die Formulare Feld für Feld durch. Manche Angaben sind Pflichtfelder, andere optional. Sei präzise bei Datumsangaben und Beträgen — kleine Fehler können zu Rückfragen führen. Nutze einen Taschenrechner zur Kontrolle deiner Summen.
Lies deine Eintragungen noch einmal durch. Stimmen alle Zahlen? Sind alle notwendigen Anlagen beigefügt? Die Unterschrift ist entscheidend — ohne sie wird deine Erklärung nicht akzeptiert.
Die elektronische Einreichung über ELSTER ist die schnellste Variante. Du benötigst nur dein Zertifikat oder deine Zugangsdaten. Das Finanzamt bestätigt die Annahme sofort. Oder sende deine Unterlagen per Post an dein zuständiges Finanzamt.
Nicht jeder benötigt alle Unterlagen. Das hängt von deiner persönlichen Situation ab. Aber einige sind fast immer notwendig.
Von deinem Arbeitgeber. Wird dir spätestens bis 28. Februar ausgehändigt.
Fahrtkosten, Fortbildungen, Arbeitsmittel. Sammle Originalquittungen oder Kontoauszüge.
Rentenbeiträge, Versicherungsprämien, Spenden. Diese werden oft automatisch erfasst.
Als Nachweis für größere Ausgaben oder Einkünfte. Bewahre mindestens die für deine Erklärung relevanten auf.
Diese fünf Fehler sehen wir immer wieder. Mit etwas Aufmerksamkeit kannst du sie leicht vermeiden:
Das Finanzamt kann dich Jahre später noch um Nachweise bitten. Bewahre alle relevanten Belege mindestens zehn Jahre auf.
Ohne Aufforderung: bis 31. Dezember des Folgejahres. Mit Aufforderung: vier Wochen. Verspätete Abgaben können zu Verspätungszuschlägen führen.
Viele Menschen übersehen kleine Ausgaben. Ein Homeoffice-Zuschuss, Fachliteratur, Fortbildungskosten. Gehe deine Kontoauszüge systematisch durch.
Die richtige Anlage ist entscheidend. Im Zweifelsfall schau ins Formularhandbuch des Finanzamts oder frag dort nach.
Ohne deine Unterschrift wird die Erklärung nicht akzeptiert. Das gilt auch bei digitaler Einreichung — eine qualifizierte elektronische Signatur ist erforderlich.
Wann musst du was einreichen?
Dein Arbeitgeber muss dir diese aushändigen. Ohne sie kannst du nicht korrekt rechnen.
Du kannst bis zu diesem Datum einreichen, ohne dass Verzugszinsen anfallen — wenn du Nachzahlungen erwartest.
Deine Steuererklärung muss spätestens zu diesem Datum beim Finanzamt sein, sonst droht ein Verspätungszuschlag.
Fordert dich das Finanzamt zur Abgabe auf, hast du vier Wochen Zeit. Auch dann sind Verspätungen möglich.
So machst du es dir selbst leichter.
Nutze ein digitales Archiv oder einen Cloud-Speicher für deine Belege. Das erspart dir Papierberg und Sucherei. Scanne deine wichtigsten Dokumente ein.
Eine einfache Excel- oder Calc-Datei hilft dir, Ausgaben zu kategorisieren und zu addieren. Das spart Zeit beim manuellen Ausfüllen.
Wenn du unsicher bist, ruf dein Finanzamt an. Die Mitarbeiter beantworten Fragen gerne. Das kostet nichts und spart dir hinterher Probleme.
Beginne schon im Februar, wenn deine Lohnsteuerbescheinigung kommt. So hast du genug Zeit und wirst nicht in Stress verfallen.
Das Finanzamt stellt kostenlose Anleitungen zur Verfügung. Diese sind ausführlich und zeigen dir jeden Schritt. Nutze sie!
Du schämst dich nicht, einen Steuerberater zu fragen. Sie kosten zwischen 50 und 300 Euro je nach Aufwand. Das ist oft eine lohnende Investition.
“Die meisten Menschen unterschätzen, wie viel Geld sie zurückbekommen können, wenn sie ihre Ausgaben richtig dokumentieren. Eine sorgfältig ausgefüllte Steuererklärung zahlt sich oft aus — nicht nur finanziell, sondern auch für dein Vertrauen gegenüber dem Finanzamt.”
— Steuerberater Klaus Müller
Mit den fünf Schritten, die wir dir gezeigt haben, schaffst du es auch ohne Steuerberater. Das Wichtigste ist: Sammle deine Unterlagen frühzeitig, wähle die richtigen Formulare, und überprüfe deine Eintragungen gründlich.
Es’s völlig normal, wenn du beim ersten Mal ein paar Fragen hast. Das Finanzamt ist dafür da, dir zu helfen. Und mit jeder Erklärung, die du machst, wird es dir leichter fallen.
Der größte Fehler wäre, die Erklärung gar nicht zu machen oder zu verzögern. Fang jetzt an, organisiere deine Unterlagen, und setz dir einen Termin für die Einreichung. So hast du den größten Teil schon hinter dir.
Die Informationen auf dieser Seite sind rein informativ und ersetzen keine professionelle Steuerberatung. Obwohl wir größte Sorgfalt walten lassen, können wir keine Garantie für die Vollständigkeit, Genauigkeit oder Aktualität der Inhalte geben. Steuergesetze ändern sich regelmäßig. Bei Fragen zu deiner persönlichen Steuersituation wende dich bitte an dein zuständiges Finanzamt oder einen qualifizierten Steuerberater. Sie können dir eine auf deine Situation zugeschnittene Beratung geben, die wir nicht leisten können.